|
Autogas bietet den Vorteil, dass es in herkömmlichen Otto-Motoren
auf einfache Weise eingesetzt werden kann. Dies ermöglicht den Antrieb wahlweise mit Autogas oder Benzin.
Als Kraftstofftanks für Autogasfahrzeuge werden spezielle Autogastanks –
im allgemeinen Stahlbehälter – verwendet, die mit entsprechenden
Absperr- und Sicherheitseinrichtungen ausgerüstete sind. Die Tanks können
innerhalb des Fahrzeuges, z. B. in der Reserveradmulde im Kofferraum,
oder als Unterflurtanks montiert werden. Autogas wird unter verhältnismäßig
geringen Drücken von ca. 8 bar in flüssiger Form im Autogastank gespeichert
(zum Vergleich: Erdgas ca. 200 bar). Dies ermöglicht schon mit relativ
kleinen Autogastanks große Reichweiten. Mit den gängigen Tankgrößen
lassen sich so z. B. je nach Fahrweise und Fahrzeugtyp problemlos 400 bis
600 Kilometer mit einer Tankfüllung zurücklegen.
Das Tanken von Autogas ist durch die Ausrüstung der Fahrzeuge
ebenso
einfach wie das Tanken von Benzin oder Diesel. Die Betankungszeiten sind sehr
kurz und vergleichbar mit denen bei konventionellen Kraftstoffen.
Vom grundsätzlichen Aufbau her überführt ein Verdampferdruckregler
das aus dem Tank in flüssiger Form geleitete Autogas in einen
gasförmigen Zustand. Gleichzeitig wird dieses Gas auf den für
die Gemischbildung notwendigen Druck reduziert. Moderne Autogassysteme ähneln
prinzipiell einer Benzineinspritzanlage und erfassen zur Regelung der
Gemischbildung eine Vielzahl von Motorkenngrößen. Sie führen
dabei das Gas mit Überdruck in separaten Leitungen direkt bis
vor die Einlassventile der einzelnen Zylinder. Ein Mikroprozessor regelt
den Autogasantrieb und stellt so eine schadstoffarme und wirkungsoptimierte
Verbrennung im Motor sicher.
Die speziellen Eigenschaften von Flüssiggas ermöglichen
sowohl die Einspritzung von gasförmigem als auch von flüssigem
Autogas. Im Gegensatz zu Gasphase-Einspritzsystemen entfällt bei
Flüssigphase-Einspritzsystemen die Verdampfereinrichtung. Bei
diesen Anlagen sichert eine im Autogastank installierte Pumpe in Verbindung
mit einem Druckregler einen konstanten Druck der Flüssigphase
vor den elektromechanischen Einspritzdüsen.
|